Durchsuchen nach
Category: Bregenzer Festspiele

“Oedipe” von Enescu 2025 bei den Bregenzer Festspielen

“Oedipe” von Enescu 2025 bei den Bregenzer Festspielen

Im Sommer 2025, der ersten Saison der designierten Festspielintendantin Lilli Paasikivi in Bregenz, gibt es keine neue Seebühnenproduktion. Auf dem Programm steht „Der Freischütz“, mit dem sich Elisabeth Sobotka, seit 2015 Intendantin der Bregenzer Festspiele, heuer verabschiedet.  Was ihre Nachfolgerin im kommenden Jahr im Festspielhaus vorhat, steht im Kontrast zu dieser romantischen Oper. Geplant ist eine Neuinszenierung der Oper „Oedipe“ von George Enescu.  Als Regisseur des 1936 in Paris uraufgeführten Werks, dessen Handlung auf den Tragödien von Sophokles basiert, ist…

Weiterlesen Weiterlesen

Die letzte Saison von Elisabeth Sobotka in Bregenz: Klar definierte Identität der Festspiele mit klugem Augenmerk auf die notwendige Dynamik

Die letzte Saison von Elisabeth Sobotka in Bregenz: Klar definierte Identität der Festspiele mit klugem Augenmerk auf die notwendige Dynamik

Wer im vergangenen Sommer die Landschaft auf dem Areal der Bregenzer Seebühne und -tribüne erkundete, konnte feststellen, dass es da ein paar künstliche Bäume neben den echten gab, dass das sommerliche Ambiente von einer Art Winterszene unterbrochen war. Ich hatte im Rahmen meiner Rezensionen für die Austria Presse Agentur erwähnt, dass hier bereits die Wirkung der neuen Seebühnenoptik getestet wird. Philipp Stölzl inszeniert Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“ und greift für das Werk in die Uferflora ein. Selbstverständlich…

Weiterlesen Weiterlesen

Opernstudio par excellence: Im Bregenzer “Werther” wird Charlotte von lästigen Konventionen befreit

Opernstudio par excellence: Im Bregenzer “Werther” wird Charlotte von lästigen Konventionen befreit

Der Titel der Oper könnte auch „Charlotte“ lauten. Die Partitur von Jules Massenets „Werther“ würde es erlauben und die Inszenierung von Jana Vetten sowieso. Selbst die Aufnahme des Werks in das kompakte Programm der Bregenzer Festspiele lässt diesen Schluss zu. Cio-Cio-San in Puccinis „Madame Butterfly“, der Opernproduktion auf dem See, ist Opfer des Patriarchats, das auch die Protagonisten in Verdis „Ernani“, der heurigen großen Produktion im großen Haus, längst etabliert haben. Unglücklich macht es sie dort alle, unglücklich macht es…

Weiterlesen Weiterlesen

Kontinuität und Veränderung: Zu Nikolaus Habjan, Florian Boesch und Franui bzw. deren Interpretation von „Die schöne Müllerin“

Kontinuität und Veränderung: Zu Nikolaus Habjan, Florian Boesch und Franui bzw. deren Interpretation von „Die schöne Müllerin“

Vielleicht liegt die Magie darin, dass die Produktion „Die schöne Müllerin“ Kontinuität und Veränderung gleichermaßen verdeutlicht. Und das in mehrfacher Hinsicht. Die Quadratur des Kreises sozusagen, die den Bregenzer Festspielen mit der Aufnahme der Produktion von Franui, Nikolaus Habjan und Florian Boesch ins Programm gelang und die ihnen ein quasi bis zum letzten Platz besetztes großes Festspielhaus mit Standing Ovations zum Finale bescherte.  Nikolaus Habjan, den Regisseur, Puppenspieler, Rezitator und – ja – Kunstpfeifer, darf man zum künstlerischen Kernteam von…

Weiterlesen Weiterlesen

Von wiederentdeckten Komponistinnen und lästiger Männerehre

Von wiederentdeckten Komponistinnen und lästiger Männerehre

Erster Lichtblick bei den Orchesterkonzerten der Bregenzer Festspiele nachdem beim ersten Auftritt der Wiener Symphoniker mit der Neubesetzung des Dirigats gleich auch die Uraufführung von Ayal Adler gestrichen wurde: Symphonie Nr. 1 von Florence Price neben „Central Park in the Dark“ von Charles Ives und den „Vier letzten Liedern“ von Richard Strauss.  Maestro Dirk Kaftan bricht mit einem klassischen Konzertritual, wendet sich ans Publikum und erklärt, dass das Schicksal, das die Komponistin Florence Price (1887-1953) erlitt, jenes der Vertriebenen aus…

Weiterlesen Weiterlesen

Elisabeth Sobotka und Lotte de Beer bieten Einblicke ins Programm

Elisabeth Sobotka und Lotte de Beer bieten Einblicke ins Programm

Erbärmliche Männerehre in „Ernani“, verheerende Männerbündelei in „Tancredi“ und im Rahmen der Uraufführung von „The Faggots & Their Friends Between Revolutions“ die Feststellung, dass zwar heutzutage viel von Diversität gesprochen wird, dass auch die westliche Gesellschaft aber noch relativ weit davon entfernt ist: Das Programm der Bregenzer Festspiele ist mit den Opernproduktionen auf dem See und im Festspielhaus, den Uraufführungen auf der Werkstattbühne, dem Schauspiel und den Konzerten vielfältig, inhaltlich jedoch sehr kompakt. Und das bleibt auch so. Beim jüngsten…

Weiterlesen Weiterlesen

Tausende Kinder machen „Die Zauberflöte“ bei den Bregenzer Festspielen zum Friedensfest

Tausende Kinder machen „Die Zauberflöte“ bei den Bregenzer Festspielen zum Friedensfest

„Die Zauberflöte“, das 1791 uraufgeführte Werk von Wolfgang Amadeus Mozart und Emanuel Schikaneder, zählt zu jenen Opern, mit denen nahezu jedes Kind in Europa an dieses Genre herangeführt wird. Obwohl mittlerweile viele Institutionen gekürzte Fassungen für junge Zuschauer erstellt haben, ist das Märchenspiel über den Konflikt zwischen Sarastro und der Königin der Nacht sowie der Paare Pamina/Tamino und Papageno/ Papagena keine Geschichte, die sich leicht erschließt. Der philosophische Aspekt und vor allem die Gewalt eröffnen Regisseurinnen und Regisseuren zwar Möglichkeiten…

Weiterlesen Weiterlesen

Opernatelier der Bregenzer Festspiele: Enormes Publikumsinteresse ist ein Auftrag

Opernatelier der Bregenzer Festspiele: Enormes Publikumsinteresse ist ein Auftrag

Jetzt wissen auch die, die ansonsten nicht auf dem Podium des Bregenzer Festspielhauses Platz nehmen, sondern in den Publikumsreihen, dass es sich auf der Drehbühne ein wenig so anfühlt wie in einem Karussell. Die Besucher der ersten Veranstaltung der Bregenzer Festspiele im neuen Jahr in Bewegung zu versetzen, war sicher nicht die zentrale Absicht beim zweiten Einblick ins Opernatelier, bewegt hatte man das Haus dennoch verlassen. Das lag an Sir David Pountney, der als einstiger Intendant nun in der Funktion…

Weiterlesen Weiterlesen

Bemerkungen zum neuen Programm der Bregenzer Festspiele

Bemerkungen zum neuen Programm der Bregenzer Festspiele

Puccinis „Madama Butterfly“ ist auf dem See gut angekommen und wird auch 2023 trotz des starren Bühnenbildes sehr bewegen. Dass sich Intendantin Elisabeth Sobotka für Verdis „Ernani“ als Produktion im Festspielhaus entschieden hat, ergibt einen interessanten Programmschwerpunkt und erlaubt einen Blick zurück. Während sich auf dem See mit Mozarts „Zauberflöte“, inszeniert von Jérôme Savary im Bühnenbild von Michel Lebois, im Jahr 1985 der entscheidende Schritt hin zur Internationalisierung der Bregenzer Festspiele vollzog, ereignete sich der wichtige Qualitätssprung bei den Produktionen…

Weiterlesen Weiterlesen